16. Kampfsport Workshop des 1. JC Bürstadt

Neuer Teilnehmer Rekord beim 16. Kampfsport Workshop des 1. JC Bürstadt

Mit neuen Eindrücken aus der italienischen Kampfkunst „Triminigno System Paranza Corta“ eröffnete Referent Raffaele Bisceglia am Samstag dem 05.04. den 16. Kampfsport Workshop beim 1. Judo Club Bürstadt. Die Ursprünge der Kampfkunst gehen nach Angaben des Dozenten auf einen Ritterorden des 14. Jahrhundert zurück. Entsprechend ihrer Wurzeln wird bei der vorgestellten Kampfkunst der   „Ritter der Demut“ mit sogenannten italienischen Fechtmessern gearbeitet, wobei die ca. 40 cm langen, sehr schlanken Fechtmesser im sportlichen Bereich durch Trommelstock ähnliche Trainingsmesser ersetzt werden. Entsprechend versportlicht zeigte der Dozent dann auch zunächst Angriffs- und Verteidigungstechniken die beim duellieren im heutigen Wettkampfsport angewandt werden können. Zur Mitte der Unterrichtseinheit wechselte Raffaele Bisceglia vom Wettkampfsport zur System basierenden Selbstverteidigung, was den 40 Teilnehmern aufgrund ihrer jeweiligen Kampfsportausrichtung sichtbar näher lag.

In der zweiten Trainingseinheit stellte Jörg Astor dem wie immer Kampfsportarten übergreifenden Teilnehmerfeld die von den Philippinen stammende Kampfkunst Pekiti Tirsa Kali vor. „Gegenüber anderen gängigen Stilrichtungen hat sich diese Kampfsportart auf den Umgang mit Klingenwaffen spezialisiert“, erklärte der Referent als ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen philippinischen Kampfkünsten. „Aus den Bewegungsformen im Umgang mit dem Messer werden letztlich auch die Verteidigungsmuster für die waffenlose Selbstverteidigung abgeleitet“, so der Referent weiter. Entsprechend methodisch unterrichtete Jörg Astor zunächst auch grundlegende Schnitt- und Stichbewegungen mit dem Messer, die er nach kurzem Training in einen Trainingsdrill mit stetig wiederkehrendem Muster überführte. Nach ausgiebigem Training des Drills wurde dieser dann in die waffenlose Verteidigungsform gegen mit Messer bewaffnete Angriffe überführt, womit neben der körperlichen Übungsform auch die Methodik des Pekiti Tirsa Kali schlüssig zu Ende gebracht wurde.

Ebenfalls den philippinischen Kampfkünsten hat sich die Gruppierung Filipino Fighting Arts verschrieben, der der dritte Referent des Tages, Markus Klemm angehört. Dieser stellte im Rahmen seiner Trainingseinheit die historische begründete Trainingsform „Espada y Daga“ vor. „Diese mit Kurzschwert und Dolch ausgeübte Kampfform wurde Ende des 16 Jahrhunderts durch die spanischen Invasoren auf die Philippinen gebracht zu deren Standard Ausrüstung diese beiden Waffen gehörten“, gab der Referent als kurz gefassten historischen Hintergrund zum Besten.

Für den Großteil der Teilnehmer ungewohnt, galt es im Rahmen des Trainings zunächst die beiden Waffen in koordiniertem Einklang unter Berücksichtigung ihrer Eigenschaften zu bewegen. Die hierfür mitgebrachte Übungsform wurde mit zunehmender Trainingsdauer durch den Referenten immer weiter ausgebaut, so dass am Ende der Übungsform eine einigermaßen koordinierte Handhabung der mitgebrachten Trainingswaffen möglich war. Zum Abschluss der Trainingseinheit stellte Markus Klemm Anwendungsformen vor bei denen die Basisschule zur Verteidigung gegen Schwert- und Dolchangriffe eingesetzt wurden.

Zur abschließenden vierten Trainingseinheit des Tages durfte sich der Organisator Klaus Schmidt über den neuen Teilnehmerrekord freuen. Entsprechend motiviert begrüßte er zu seiner Trainingseinheit „Modern Arnis“ bereits bekannte Sportkameraden so wie neu hinzugekommenen Sportler aus neu erschlossenen Vereinen und Kampfschulen.

„In Abgrenzung zu den anderen Trainingseinheiten möchte ich heute einen Trainingsdrill unterrichten, der sich vollkommen auf die waffenlose Verteidigung von Messerangriffen konzentriert“, führte der beim 1. Judo Club Bürstadt als Vereinstrainer aktive Referent in sein Thema ein. Basierend auf einem standardisierten Blockverhalten mussten die Verteidiger sich dementsprechend mit zunehmender Dauer des Trainings immer komplexer werdenden Angriffsmuster entgegen stellen.

Die Resonanz auf den 16 Kampfsport Workshop war durch die Bank positiv, wodurch sich das Lehrgangskonzept zur Freude des Organisators wieder einmal bestätigte. Die 17 Veranstaltung dieser Reihe ist entsprechend bereits in Planung.


Eröffnung der Lehrgangssaison mit Entwaffnungstechniken gegen Stockangriffe

Mit Verteidigungskonzepten gegen Stockangriffe eröffnete der Landesverband am 15.02. seine Lehrgangssaison 2014. Die sehr zahlreich erschienenen Lehrgangsteilnehmer aus vielen verschiedenen Vereinen bestätigten dabei das ausgewählte Thema als geeignetes Mittel um die Winterpause zu beenden.

Zu Beginn des Lehrgangs demonstrierte der als Trainer eingesetzte Landeslehr- und –Prüfungsreferent Klaus Schmidt das unterschiedliche Rollenverhalten von Angreifer und Verteidiger im Trainings- und im realen Angriffsfall. Zur Veranschaulichung ließ er eine zunächst im üblichen Trainingsstil demonstrierte Technikkombinationen im Anschluss mit einem so genannten „Softstick“ mit entsprechend größerer Angriffsenergie nochmals ausführen. Während im Rahmen des im üblichen Trainingsstils abgehaltenen Angriffs wie erwartet eine technisch saubere Verteidigungskombination zustande kam, wurde die Verteidigung bei entsprechend energisch ausgeführtem Angriff zu Lasten der technisch „sauberen“ Verteidigung völlig improvisiert und Instinkt gesteuert durchgeführt. Nachdem die Trainingsgruppe das beobachtete Rollenverhalten gemeinsam analysiert hatte, machte sie sich mit entsprechend neu gewonnenem Respekt gegenüber Stockangriffen ans Werk neue Verteidigungskonzepte zu erarbeiten.

„Zuerst muss die Waffe aus dem Spiel genommen werden“, nannte der neben dem Jiu-jitsu auch in der Philippinischen Stockkampfkunst Modern Arnis bewanderte Referent als wichtigste Aufgabe der Verteidigung. Entsprechend lag der Schwerpunkt der demonstrierten Techniken auf der Entwaffnung des Angreifers.

Aufgrund des einfacheren Timings zeigte der Trainer zunächst Entwaffnungsformen bei denen nach erfolgter Ausführung keiner der beiden Kontrahenten im Besitz des Stocks war. Als Fortführung der Verteidigungshandlung stellte Klaus Schmidt optional Technikkombination des Jiu-jitsu vor, die sich nahtlos an die gewählte Entwaffnungstechnik anschmiegten. Da jedoch das Augenmerk auf der Entwaffnung des Angreifers lag konnten von den Teilnehmern auch eigene Techniken als Abschluss angehängt werden.

Im Rahmen der zweiten Trainingseinheit wurden die Entwaffnungstechniken dann zu Gunsten des Stockbesitzes nach der Entwaffnung des Angreifers komplexer. „Das man sich mit dem neu gewonnenen Stock schlagenderweise zur Wehr setzen kann erklärt sich von selbst“ demonstrierte der Referent mit wirbelndem Stock. „Technisch anspruchsvoller und spannender anzuschauen sind jedoch Hebel-, Würge- und Wurftechniken, die unter Zuhilfenahme des Stocks ausgeführt werden“. In diesem Sinne unterrichtete Klaus Schmidt Verteidigungsformen aus dem Modern Arnis im Anschluss an die demonstrierten Entwaffnungstechniken. Da die Wirkungsprinzipien der gezeigten Techniken denen der „üblichen“ Jiu-jitsu Techniken entsprachen, gelang es den Trainierenden entsprechend schnell die gezeigten Anwendungsformen umzusetzen.

Zum Abschluss des Lehrgangs demonstrierte der Lehr- und Prüfungsreferent dann noch einen Übungsdrill mit dem das Timing der gezeigten Entwaffnungstechniken geschult werden kann. „Ohne das richtige Timing wird auch die beste Entwaffnungstechnik nicht funktionieren und der Angreifer wird euch mit aggressiv ausgeführten Angriffen überrollen“, schloss Klaus Schmidt den Lehrgang, der allseits positive Resonanz erzielte.

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Landesverband der Deutschen Jiu-jitsu Union richtet über den 1. Judo Club Bürstadt einen Street Save Lehrgang aus

„Street Save“ war das Konzept beim 3-ten Landestechniklehrgang der Deutschen Jiu-jitsu Union, der am Samstag den 14.09.2013 durch dessen Mitgliedsverein 1.Judo Club Bürstadt ausgerichtet wurde.

 

Referent Christian Braun zeigt Street Safe Konzepte

Abweichend zur versportlichten Trainingsvariante des Jiu-jitsu standen bei dem Workshop ausschließlich Verteidigungstechniken auf dem Lehrplan, die im Verteidigungsfall im Sinne der Eigensicherung funktionieren würden. Als Referenten konnte der Landesverband den auf derartige Verteidigungskonzepte spezialisierten Trainer Christian Braun gewinnen, der unter anderem als Ausbilder für Personenschutzprogramme aktiv ist. In seiner eigenen Stilrichtung „Open Mind Combat“ hat der Referent seine langjährigen Erfahrungen aus verschiedenen Kampfsportarten auf SV relevante Techniken und Technikkombinationen reduziert.

Der mehrfach hoch graduierte Trainer unterrichtete zunächst Befreiungstechniken aus Angriffen in der Bodenlage aus dem Luta Livre. In Abweichung zu dieser wettkampforientierten Kampfsportart legt er dabei bei seinen Ansätzen jeweils großen Wert darauf dass bei einer derartigen Auseinandersetzung auf offener Straße keine Regeln gelten. Entsprechend  großes Augenmerk lag dabei auf der Eigensicherung des Verteidigers, insbesondere gegenüber Schlägen gegen den Kopf.

Nach zwei stündigem Training verschiedener Verteidigungskonzepte gegenüber verschiedenen Angriffspositionen in der Bodenlage wechselte der Referent nach kurzer Verschnaufpause aus der Bodenlage in die stehende Position. Hier stellte Christian Braun den „Präventivschlag“ als wirkungsvollstes Konzept gegen „gegenwärtige und rechtswidrige Angriffe“ vor. Für den Fall das die Möglichkeit zum „Präventivschlag“ jedoch nicht  gegeben ist, brachte der Trainer seine Erfahrungen aus dem Jeet kune do und Wing Chun als mögliche Verteidigungskonzepte ins Spiel. Hierbei ging es im Wesentlichen darum den Angreifer durch die Art der Gegenwehr schnellst möglich kampfunfähig zu machen, oder aber diesen durch eine aufgezwungen Gegenmaßnahme in eine schlechtest mögliche Ausgangsposition für Folgeangriffe zu bringen. Das mit dem Fachbegriff Trapping umschriebene Konzept  begeisterte die zahlreich erschienen Teilnehmer die verbandsübergreifend auch aus anderen Stilrichtungen zum Lehrgang angereist kamen.

Mit der Ausrichtung des 3-ten Landestechniklehrgangs konnte der 1. Judo Club Bürstadt wieder einmal erfolgreich sein Mitwirken innerhalb der Landesgruppe Rheinlandpfalz der Deutschen Jiu-jitsu Union erfolgreich unter Beweis stellen. Durch einstimmig positives Feedback an den Organisator des Lehrgangs Klaus Schmidt, der neben seiner Trainertätigkeit beim 1. Judo Club Bürstadt das Amt des Lehr- und Prüfungsreferenten im Landesverband inne hat, wurde die Veranstaltung hoch gelobt. Entsprechend Zufrieden zeigten sich nach dem Workshop Trainer und Ausrichter der Veranstaltung.


Landesprüfung für Kyu- und Dan-Grade

 Im Dojo des Tvgg Lorsch stellten sich am vergangenen Donnerstag zwei Sportkameraden der AHS-Mainz einer Landesprüfung in deren Rahmen sie ihre neue Graduierungsstufe unter Beweis stellen wollten. Aufgrund der geringen Voranmeldungen entschied sich die Landesgruppenleitung Kyu- und Dan-Prüfung zusammenzulegen, wodurch es möglich wurde Benjamin Bremm auf den 2.Kyu und Roman Klasen auf den 1.DAN gemeinsam zu prüfen.

Bei hochsommerlichen Temperaturen traten die beiden Jiu-jitsuka vor die durch zwei Trainees verstärkte dreiköpfige Prüfungskommission. Diese nutzte die Gelegenheit, zwei im vergangen Jahr neue graduierten Dan-Träger nach absolviertem Prüferlizenzlehrgang ins Prüfungswesen einzuführen.

Die Prüfung wurde Seitens Roman Klasen durch die Darbietung der Goshin-Jitsu-No-Kata begonnen, welche er mit seinem Partner in sehr harmonischer äußerer Form vortrug.

Daran anschließend demonstrierten die beiden Prüfling jeweils abwechselnd ihre Grundtechniken, bei denen sie sich trotz der Hitze in Punkto Dynamik nichts schenkten. Mit nur wenigen Kritikpunkten Seitens des Prüfertisches konnten die beiden Prüflinge diesen Prüfungsblock recht zügig erfolgreich hinter sich bringen.

Nachdem auch der zweite Block der Verteidigung durch Roman und Benjamin sehr dynamisch begonnen wurde, forderten die klimatischen Bedingungen der Halle zum Ende der Prüfung allmählich ihren Tribut. Nachlassende Kondition und Konzentration gefährdeten dabei aber niemals, die von beiden Sportlern sehr gut vorgetragene Prüfungsleistungen.

Die Prüfer waren sich in ihrer jeweils gut bis sehr guten Bewertung der gezeigten Prüfungsleistungen zu jeder Zeit einig. Durch Blockweise Analyse der gezeigten Techniken wurden die beiden Trainees zu deren Zufriedenheit in die jeweiligen Bewertungsgrundlagen eingeführt.

Nach Rund 2,5 Std. überreichte die Prüfungskommission den beiden Prüflingen ihre jeweils hochverdienten neue Graduierung. Benjamin Bremm sei an dieser Stelle zum neu erworbenen 2.Kyu gratuliert, Roman Klasen zum neu erworbenen 1.Dan.

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Techniklehrgang mit Giuseppe D´Amico

Landestechniklehrgang zu Gunsten von Flutopfern

Realistische Selbstverteidigung und raumgreifende Techniken müssen sich nicht zwingend gegenseitig ausschließen. Das demonstrierte Giuseppe D´Amico als eingeladener Referent beim 2. Landestechniklehrgang der DJJU-Rheinlandpfalz am 29.06.2013 auf eindrucksvolle Art. Mit Freude an der Bewegung zeigte der Trainer aus dem Lehrerteam des DJJV-Württemberg, wie durch den gezielten Einsatz der Bewegungslehre Verteidigungswinkel optimiert, Winkel für folge Angriffe minimiert und Wege für augenscheinlich schöne Verteidigungstechniken generiert werden können.

Um das bunt gemischte Teilnehmerfeld, das zu gleichermaßen aus DAN-Trägern, Fortgeschrittenen und Anfängern bestand, auf seinen Weg einzuschwören, wählte der Träger des 6. DAN Ju-jutsu zunächst einen einfachen Schwinger-Angriff. Je Trainingssequenz gab er den Trainierenden drei differierende Technikkombinationen zur Auswahl. Welche der Techniken, oder ob gar alle Techniken trainiert wurden, überließ der erfahrene Trainer den Teilnehmern. Dadurch bedingt kamen Fortgeschrittene wie Anfänger bestens auf ihre Kosten. Auf diese Art permanent gefordert hat es schließlich alle verwundert, als nach gefühlter Kurzweil bereits zur Pause und Stärkung gerufen wurde.

Die Pause wurde in guter alter Manier genutzt um bestehende Kontakte zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen. Dies wurde von den anwesenden Funktionären des Landesverbandes tatkräftig unterstützt. Schließlich ist es genau das, was neben dem sportlichen Ereignis einen wichtigen Bestandteil der offiziell ausgerichteten Workshops ausmacht.

In der zweiten Halbzeit wechselte der Referent neben dem Angriff auch die Art des Angriffes. Während die Verteidigungstechniken in der ersten Einheit gegen einen dynamischen Atemi-Angriff gerichtet waren, galt es im Rahmen der Folgeeinheit verschiedene Verteidigungsformen gegen wechselnde Würge-Angriffe zu finden. Hier zeigte Giuseppe D´Amico spielerisch und mit wachsender Begeisterung sein unglaubliches Technikrepertoire. Die Euphorie des Dozenten wechselte analog zur ersten Einheit direkt auf das Teilnehmerfeld über, so dass die Trainierenden auch bei fortschreitender Dauer des Lehrgangs begeistert bei der Sache blieben.

Das Lehrgangsende leitete Giuseppe nach gefühlten 500 Techniken durch eine gezielte Endspannungsphase ein. Nachdem zunächst jeder Teilnehmer seine Lieblingstechnik gegen die Angriffe des Tages ausführen durfte, ging es partnerweise in meditatives Ausdehnen über.

Am Ende der Endspannungsphase stand abschließend der allgemeine Konsens mit Giuseppe D´Amico einen hervorragenden Trainer eingeladen zu haben. Schüler wie Trainer trennten sich nach 4 viel zu schnell verflogenen Stunden in gegenseitigem Respekt mit der Perspektive auf eine Neuauflage des rundum gelungenen Workshops.

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Techniklehrgang mit Klaus Schmidt

Modernisierte Verteidigungskonzepte in der Messerabwehr beim 1. Landestechniklehrgang 2013

Am 02.02.2013 eröffnete die Landesgruppe Rheinlandpfalz die diesjährige Lehrgangssaison. Der als Landestechniklehrgang ausgeschriebene Workshop hatte „Verteidigungsverhalten gegen Messerangriffe“ zum Thema und wurde vom Landeslehr- und –prüfungsreferenten Klaus Schmidt referiert. Entgegen klassischen Verteidigungskonzepten des Jiu-jitsu lenkte der Referent das Augenmerk auf medial berichtetes, zeitgemäßes Angriffsverhalten. Darauf basierend wurden letztlich entsprechend angepasste Verteidigungsformen unterrichtet.

Im ersten Block des 4 Stunden Lehrgangs unterrichtete Klaus Schmidt einen Trainingsdrill aus dem Modern Arnis, bei dem es zunächst ausschließlich um eine sicherheitsoptimierte Annahme von Messerangriffen ging. Innerhalb des Drills wurden die gängigen Angriffe auf der Vorhand- und Rückhandseite, von oben sowie geradlinig von vorne und von unten behandelt. Aufgrund der hohen Wiederholungsrate im Trainingsdrill wurde so neben der angriffsbezogenen Blocktechnik jeweils die bestmögliche Sicherung von mutmaßlich folgenden Angriffswinkeln trainiert.

Innerhalb des zweiten Blocks unterrichtete der Trainer aufbauend auf dem Trainingsdrill der ersten Trainingseinheit unterschiedliche Entwaffnungsformen. Entgegen den „klassischen“ Abwehrtechniken des Jiu-jitsu, denen in der Regel ein isolierter Angriff zugrunde liegt, ging Klaus bei seinem Verteidigungsverhalten von mehrfach geführten Angriffen aus. Entsprechend legte er den größten Wert auf eine möglichst frühzeitige Entwaffnung des Angreifers um dadurch ein ausgeglichenes Verhältnis zum Angreifer herzustellen. Die Wahl möglicher Abschlusstechniken überlies der Referent nach erfolgreich ausgeführter Entwaffnung weitestgehend den Teilnehmern. Hierbei war es dem erfahrenen Trainer primär wichtig die Eigensicherung sowie die Verhältnismäßigkeit der neu geschaffenen Situation zu waren.

Am Ende des sehr gut besuchten Lehrgangs gab es Seitens der Teilnehmer viel Lob für den Referenten und sein vorgestelltes, modernisiertes „Verteidigungsverhalten gegen Messerangriffe“. Bestärkt durch das durchweg positive Feedback, sollen weitere Lehrgänge dieser „modernisierten“ Art folgen.

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