Landestechniklehrgang am 28.05.2017 in Jugenheim

Die Jiu Jitsu Abteilung des TV Jugenheim war in diesem Jahr erstmals Ausrichter eines Landestechniklehrgangs der Deutschen Jiu Jitsu Union. Als Referent konnte dankenswerter Weise Achim Hanke u.a. 8. DAN JJ, 7. Dan Jiu Jitsu, 5. Dan Judo), Bundestrainer aus Baden Württembergund weit über Deutschlands Grenzen bekannt, gewonnen werden.

Im Rahmen eines Kindertechniklehrgangs am Samstagvormittag erprobten sich insgesamt 50 Kinder des TV Jugenheim und weiterer Kampfsportvereine aus Hessen und Rheinland-Pfalz in Spezialtechniken im Stand und im Boden. Sowohl für den Referenten als auch für die Kinder waren dies zwei unvergessliche Stunden unter strenger Beobachtung der anwesenden Eltern.

Im Anschluss an den Kinderlehrgang fand der offizielle Landestechniklehrgang für die 30 erwachsenen Kampfsportler statt. In den 4 Lehrgangsstunden wurden auch hier Spezialtechniken vermittelt, trainiert und verfeinert. Hauptthema hierbei war diesmal der Sankaku (Dreieckswürger) im Stand und im Boden. Trotz hochsommerlicher Temperaturen waren alle Teilnehmer mit vollem Eifer dabei. Eine Wiederholung im nächsten Jahr ist geplant.



Landes- und Bundesprüfung Jiu-Jitsu beim Tvgg Lorsch

Am 25.03.2017 fand in Lorsch eine kombinierte Landes- und Bundesprüfung des Jiu-Jitsu-Verbandes Rheinland Pfalz sowie der Deutschen Jiu-Jitsu-Union statt.
Ab 10 Uhr zeigten die Landesprüflinge aus Neustadt Weinstraße, Mainz und Lorsch durchweg anspruchsvolle, gute Leistungen und meisterten ihre Prüfung mit Bravour. Geprüft wurde parallel auf zwei Matten. Auf der ersten Matte prüften Uschi Lindner (2.Dan) und Karl-Heinz Rauck (6.Dan), auf der zweiten Matte hatten Wolfgang Dane (3.Dan) und Stephan Kühn (1.Dan) ein wachsames Auge. Alle Sportler haben ihre Prüfungen bestanden und dürfen jetzt ihre nächste Graduierung in Form von grünen, blauen oder braunen Gürteln mit Stolz tragen.

Wir gratulieren:
Thomas Altrichter (Tvgg Lorsch) zum 1. Kyu
Tobias Tremper (Tvgg Lorsch) zum 1. Kyu
Erik Stadl (Uni Mainz) zum 1. Kyu
Johannes Geisinger (Uni Mainz) zum 1. Kyu
Alexander Klasen (Uni Mainz) zum 1. Kyu
Michael Kolb (Neustadt) zum 1. Kyu
Nikolai Klasen (Uni Mainz) zum 2. Kyu
Dennis Dauscher (Tvgg Lorsch) zum 3. Kyu

Um 14 Uhr begann die Bundesprüfung unter den fachkundigen Blicken der Prüfer Karl-Heinz Rauck (6.Dan), Gerhard Schmitt (7.Dan) und Klaus-Peter Fritz (4. Dan). Begonnen wurde mit der Goshin Jitsu No Kata für den 1. Dan, gefolgt von der Kime No Kata für den 2. Dan und der Isutsu No Kata für den 4. Dan. Neben den gezeigten Katas war selbstverständlich ein umfangreiches Technikprogramm u. a. mit Würfen, Hebeln, Verteidigungen gegen Stock-, Messer- und Pistolen-Angriffen darzubieten. Für den 4. Dan waren darüber hinaus zusätzliche Techniken außerhalb des üblichen Prüfungsprogramm Pflicht, wodurch der Prüfling ein erweitertes Wissen demonstrieren soll. Alle Prüflinge gaben ihr Bestes, wobei dem einen oder anderen auch etwas Nervosität anzusehen war. Mit Stolz kann der Landesverband Rheinland-Pfalz auf drei frisch gebackene Dan-Träger blicken.

Wir gratulieren:
Benjamin Bremm (Uni Mainz) zum 1.Dan
Viktor Kindsvater (PSV Worms) zum 2.Dan
Klaus Schmidt (Tvgg Lorsch) zum 4.Dan

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Neue Horizonte beim 1. Landestechniklehrgang der DJJU-RP

„Angriffs- und Verteidigungsverhalten mit einem Beweglichen Gegenstand (z.B. Kette, Schal, etc.)“ war der erste Landestechniklehrgang der DJJU-RP in diesem Jahr überschrieben. Die beiden Referenten Wolfgang Dane (Landesvorsitzender) und Klaus Schmidt (Landeslehr- und Prüfungsreferent) eröffneten damit für viele der zahlreich erschienene Lehrgangsteilnehmer bewusst neue Horizonte.

„Um sich ein Verteidigungsverhalten gegen Kettenangriffe erarbeiten zu können, ist es notwendig eine Kette zunächst einmal als Schlagwaffe zu verstehen“, eröffnete Wolfgang Dane den in Summe vierstündigen Workshop. Damit die Teilnehmer ein Gefühl für die Kette entwickeln konnten lies der ausgebildete Diplom-Spotlehrer und DOSB Trainer zunächst Bewegungsmuster ohne Partner ausführen, bei denen er insbesondere auf die Kontrolle der freischwingenden Kette Wert legte. Mit zunehmender Fertigkeit wurde die Komplexität der geschlagenen Bewegungsmuster gesteigert, bis sie letztlich in Partnerübungen gegen Pratzen ausgeführt wurden.

„So wie die Kette schlagenderweise als Angriffswaffe eingesetzt werden kann, kann sie letztlich auch schlagenderweise zur Verteidigung eingesetzt werden“, leitete Klaus Schmidt nach ca. 1,5 Std. in den zweiten Teil des Workshops über, bei dem der bewegliche Gegenstand als Mittel zur Verteidigung verstanden werden sollte. Um ein klare Abgrenzung zur ersten Trainingseinheit zu schaffen konzentrierte sich der in verschiedenen Kampfsportarten versierte Trainer jedoch darauf den beweglichen Gegenstand zum Einwickeln und Fesseln des gegnerischen Angriffs einzusetzen. Um diese Methode der Verteidigung eine gewisse Realitätsnähe zu verschaffen, griff er dabei anstelle einer Kette auf einen Schal zurück, der stellvertreten für alle beweglichen Alltagsgegenstände stand. Der erfahrene Referent steigerte im Laufe seines Programms zunehmend die Komplexität der Wicklungen und Verknotungen mit denen er seinen Angreifer außer Gefecht setzte. Seine in gleichem Maße zunehmende Begeisterung sprang dabei ungebremst auf die Teilnehmer über.

Mit vielen neuen Ideen im Gepäck und Verabredungen zu den folgenden Veranstaltungen löste sich die Veranstaltung nach vierstündigem Training in allgemeiner Zufriedenheit auf, wobei einige der Teilnehmer einer Tradition folgend, ein gemeinsames Abendessen zur „Nachbesprechung“ anhängten.


Landesprüfung und Prüferlizenzlehrgang beim Tvgg Lorsch

Mit gleich zwei parallel laufenden Veranstaltungen startete die Landesgruppe im Januar dynamisch ins Jahr 2015. Neben einer Landesprüfung für Kyu- und Dan-Grade lud der Lehr- und Prüfungsbeauftragte zum Prüferlizenzlehrgang zum ausrichtenden Verein Tvgg Lorsch ein. Idee der Doppelveranstaltung war es die formelle Prüfung als konkretes Anschauungsobjekt für den zur Verlängerung der Prüferlizenzen gedachten Lehrgang zu nutzen.

Mit Prüfungsanmeldungen zum 3.Dan, Braungurt und Blaugurt bot die Landesprüfung ein anschauliches Graduierungsspektrum das es im Nachgang beim Prüferlizenzlehrgang zu analysieren und bewerten galt. Während die Prüflinge aus den beiden Mitgliedsvereinen Tvgg Lorsch und Uni Mainz stammten, waren die Teilnehmer des Prüferlizenzlehrgangs bunt über die Mitgliedsvereine des Landesverbands gestreut. Die Leitung beider Veranstaltungen oblag dabei federführend der Prüfungskommission. Den Prüfungsvorsitz hatte Wolfgang Dane (3.DAN Jiu-Jitsu, 2.TOAN Shaolin-Kempo) Vorsitzender des Landesverband Rheinlandpfalz. Als Zweit- und Drittprüfer fungierten Klaus-Peter Fritz, (4. Dan Jiu-jitsu, 1. Dan Judo) und Gastprüfer Karl-Heinz Rauck (6. Dan Jiu-Jitsu, 6. Dan Karate, 1. Dan Judo) aus dem benachbarten Landesverband Hessen.

Sportlich herausragende Leistungen zeigte nach Meinung der Prüfer Michael Ankert, der sich mit annähernd durchgängiger Bestnote seinen 3.Dan mehr als verdient hat.
Benjamin Bremm konnten sich mit solider bis guter Leistung seinen Braungurt erarbeiten. Erik Stadel hat sich mit durchgängig guter Prüfungsleistung seinen Blaugurt verdient.

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16. Kampfsport Workshop des 1. JC Bürstadt

Neuer Teilnehmer Rekord beim 16. Kampfsport Workshop des 1. JC Bürstadt

Mit neuen Eindrücken aus der italienischen Kampfkunst „Triminigno System Paranza Corta“ eröffnete Referent Raffaele Bisceglia am Samstag dem 05.04. den 16. Kampfsport Workshop beim 1. Judo Club Bürstadt. Die Ursprünge der Kampfkunst gehen nach Angaben des Dozenten auf einen Ritterorden des 14. Jahrhundert zurück. Entsprechend ihrer Wurzeln wird bei der vorgestellten Kampfkunst der   „Ritter der Demut“ mit sogenannten italienischen Fechtmessern gearbeitet, wobei die ca. 40 cm langen, sehr schlanken Fechtmesser im sportlichen Bereich durch Trommelstock ähnliche Trainingsmesser ersetzt werden. Entsprechend versportlicht zeigte der Dozent dann auch zunächst Angriffs- und Verteidigungstechniken die beim duellieren im heutigen Wettkampfsport angewandt werden können. Zur Mitte der Unterrichtseinheit wechselte Raffaele Bisceglia vom Wettkampfsport zur System basierenden Selbstverteidigung, was den 40 Teilnehmern aufgrund ihrer jeweiligen Kampfsportausrichtung sichtbar näher lag.

In der zweiten Trainingseinheit stellte Jörg Astor dem wie immer Kampfsportarten übergreifenden Teilnehmerfeld die von den Philippinen stammende Kampfkunst Pekiti Tirsa Kali vor. „Gegenüber anderen gängigen Stilrichtungen hat sich diese Kampfsportart auf den Umgang mit Klingenwaffen spezialisiert“, erklärte der Referent als ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen philippinischen Kampfkünsten. „Aus den Bewegungsformen im Umgang mit dem Messer werden letztlich auch die Verteidigungsmuster für die waffenlose Selbstverteidigung abgeleitet“, so der Referent weiter. Entsprechend methodisch unterrichtete Jörg Astor zunächst auch grundlegende Schnitt- und Stichbewegungen mit dem Messer, die er nach kurzem Training in einen Trainingsdrill mit stetig wiederkehrendem Muster überführte. Nach ausgiebigem Training des Drills wurde dieser dann in die waffenlose Verteidigungsform gegen mit Messer bewaffnete Angriffe überführt, womit neben der körperlichen Übungsform auch die Methodik des Pekiti Tirsa Kali schlüssig zu Ende gebracht wurde.

Ebenfalls den philippinischen Kampfkünsten hat sich die Gruppierung Filipino Fighting Arts verschrieben, der der dritte Referent des Tages, Markus Klemm angehört. Dieser stellte im Rahmen seiner Trainingseinheit die historische begründete Trainingsform „Espada y Daga“ vor. „Diese mit Kurzschwert und Dolch ausgeübte Kampfform wurde Ende des 16 Jahrhunderts durch die spanischen Invasoren auf die Philippinen gebracht zu deren Standard Ausrüstung diese beiden Waffen gehörten“, gab der Referent als kurz gefassten historischen Hintergrund zum Besten.

Für den Großteil der Teilnehmer ungewohnt, galt es im Rahmen des Trainings zunächst die beiden Waffen in koordiniertem Einklang unter Berücksichtigung ihrer Eigenschaften zu bewegen. Die hierfür mitgebrachte Übungsform wurde mit zunehmender Trainingsdauer durch den Referenten immer weiter ausgebaut, so dass am Ende der Übungsform eine einigermaßen koordinierte Handhabung der mitgebrachten Trainingswaffen möglich war. Zum Abschluss der Trainingseinheit stellte Markus Klemm Anwendungsformen vor bei denen die Basisschule zur Verteidigung gegen Schwert- und Dolchangriffe eingesetzt wurden.

Zur abschließenden vierten Trainingseinheit des Tages durfte sich der Organisator Klaus Schmidt über den neuen Teilnehmerrekord freuen. Entsprechend motiviert begrüßte er zu seiner Trainingseinheit „Modern Arnis“ bereits bekannte Sportkameraden so wie neu hinzugekommenen Sportler aus neu erschlossenen Vereinen und Kampfschulen.

„In Abgrenzung zu den anderen Trainingseinheiten möchte ich heute einen Trainingsdrill unterrichten, der sich vollkommen auf die waffenlose Verteidigung von Messerangriffen konzentriert“, führte der beim 1. Judo Club Bürstadt als Vereinstrainer aktive Referent in sein Thema ein. Basierend auf einem standardisierten Blockverhalten mussten die Verteidiger sich dementsprechend mit zunehmender Dauer des Trainings immer komplexer werdenden Angriffsmuster entgegen stellen.

Die Resonanz auf den 16 Kampfsport Workshop war durch die Bank positiv, wodurch sich das Lehrgangskonzept zur Freude des Organisators wieder einmal bestätigte. Die 17 Veranstaltung dieser Reihe ist entsprechend bereits in Planung.


Eröffnung der Lehrgangssaison mit Entwaffnungstechniken gegen Stockangriffe

Mit Verteidigungskonzepten gegen Stockangriffe eröffnete der Landesverband am 15.02. seine Lehrgangssaison 2014. Die sehr zahlreich erschienenen Lehrgangsteilnehmer aus vielen verschiedenen Vereinen bestätigten dabei das ausgewählte Thema als geeignetes Mittel um die Winterpause zu beenden.

Zu Beginn des Lehrgangs demonstrierte der als Trainer eingesetzte Landeslehr- und –Prüfungsreferent Klaus Schmidt das unterschiedliche Rollenverhalten von Angreifer und Verteidiger im Trainings- und im realen Angriffsfall. Zur Veranschaulichung ließ er eine zunächst im üblichen Trainingsstil demonstrierte Technikkombinationen im Anschluss mit einem so genannten „Softstick“ mit entsprechend größerer Angriffsenergie nochmals ausführen. Während im Rahmen des im üblichen Trainingsstils abgehaltenen Angriffs wie erwartet eine technisch saubere Verteidigungskombination zustande kam, wurde die Verteidigung bei entsprechend energisch ausgeführtem Angriff zu Lasten der technisch „sauberen“ Verteidigung völlig improvisiert und Instinkt gesteuert durchgeführt. Nachdem die Trainingsgruppe das beobachtete Rollenverhalten gemeinsam analysiert hatte, machte sie sich mit entsprechend neu gewonnenem Respekt gegenüber Stockangriffen ans Werk neue Verteidigungskonzepte zu erarbeiten.

„Zuerst muss die Waffe aus dem Spiel genommen werden“, nannte der neben dem Jiu-jitsu auch in der Philippinischen Stockkampfkunst Modern Arnis bewanderte Referent als wichtigste Aufgabe der Verteidigung. Entsprechend lag der Schwerpunkt der demonstrierten Techniken auf der Entwaffnung des Angreifers.

Aufgrund des einfacheren Timings zeigte der Trainer zunächst Entwaffnungsformen bei denen nach erfolgter Ausführung keiner der beiden Kontrahenten im Besitz des Stocks war. Als Fortführung der Verteidigungshandlung stellte Klaus Schmidt optional Technikkombination des Jiu-jitsu vor, die sich nahtlos an die gewählte Entwaffnungstechnik anschmiegten. Da jedoch das Augenmerk auf der Entwaffnung des Angreifers lag konnten von den Teilnehmern auch eigene Techniken als Abschluss angehängt werden.

Im Rahmen der zweiten Trainingseinheit wurden die Entwaffnungstechniken dann zu Gunsten des Stockbesitzes nach der Entwaffnung des Angreifers komplexer. „Das man sich mit dem neu gewonnenen Stock schlagenderweise zur Wehr setzen kann erklärt sich von selbst“ demonstrierte der Referent mit wirbelndem Stock. „Technisch anspruchsvoller und spannender anzuschauen sind jedoch Hebel-, Würge- und Wurftechniken, die unter Zuhilfenahme des Stocks ausgeführt werden“. In diesem Sinne unterrichtete Klaus Schmidt Verteidigungsformen aus dem Modern Arnis im Anschluss an die demonstrierten Entwaffnungstechniken. Da die Wirkungsprinzipien der gezeigten Techniken denen der „üblichen“ Jiu-jitsu Techniken entsprachen, gelang es den Trainierenden entsprechend schnell die gezeigten Anwendungsformen umzusetzen.

Zum Abschluss des Lehrgangs demonstrierte der Lehr- und Prüfungsreferent dann noch einen Übungsdrill mit dem das Timing der gezeigten Entwaffnungstechniken geschult werden kann. „Ohne das richtige Timing wird auch die beste Entwaffnungstechnik nicht funktionieren und der Angreifer wird euch mit aggressiv ausgeführten Angriffen überrollen“, schloss Klaus Schmidt den Lehrgang, der allseits positive Resonanz erzielte.

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