Techniklehrgang mit Giuseppe D´Amico

Landestechniklehrgang zu Gunsten von Flutopfern

Realistische Selbstverteidigung und raumgreifende Techniken müssen sich nicht zwingend gegenseitig ausschließen. Das demonstrierte Giuseppe D´Amico als eingeladener Referent beim 2. Landestechniklehrgang der DJJU-Rheinlandpfalz am 29.06.2013 auf eindrucksvolle Art. Mit Freude an der Bewegung zeigte der Trainer aus dem Lehrerteam des DJJV-Württemberg, wie durch den gezielten Einsatz der Bewegungslehre Verteidigungswinkel optimiert, Winkel für folge Angriffe minimiert und Wege für augenscheinlich schöne Verteidigungstechniken generiert werden können.

Um das bunt gemischte Teilnehmerfeld, das zu gleichermaßen aus DAN-Trägern, Fortgeschrittenen und Anfängern bestand, auf seinen Weg einzuschwören, wählte der Träger des 6. DAN Ju-jutsu zunächst einen einfachen Schwinger-Angriff. Je Trainingssequenz gab er den Trainierenden drei differierende Technikkombinationen zur Auswahl. Welche der Techniken, oder ob gar alle Techniken trainiert wurden, überließ der erfahrene Trainer den Teilnehmern. Dadurch bedingt kamen Fortgeschrittene wie Anfänger bestens auf ihre Kosten. Auf diese Art permanent gefordert hat es schließlich alle verwundert, als nach gefühlter Kurzweil bereits zur Pause und Stärkung gerufen wurde.

Die Pause wurde in guter alter Manier genutzt um bestehende Kontakte zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen. Dies wurde von den anwesenden Funktionären des Landesverbandes tatkräftig unterstützt. Schließlich ist es genau das, was neben dem sportlichen Ereignis einen wichtigen Bestandteil der offiziell ausgerichteten Workshops ausmacht.

In der zweiten Halbzeit wechselte der Referent neben dem Angriff auch die Art des Angriffes. Während die Verteidigungstechniken in der ersten Einheit gegen einen dynamischen Atemi-Angriff gerichtet waren, galt es im Rahmen der Folgeeinheit verschiedene Verteidigungsformen gegen wechselnde Würge-Angriffe zu finden. Hier zeigte Giuseppe D´Amico spielerisch und mit wachsender Begeisterung sein unglaubliches Technikrepertoire. Die Euphorie des Dozenten wechselte analog zur ersten Einheit direkt auf das Teilnehmerfeld über, so dass die Trainierenden auch bei fortschreitender Dauer des Lehrgangs begeistert bei der Sache blieben.

Das Lehrgangsende leitete Giuseppe nach gefühlten 500 Techniken durch eine gezielte Endspannungsphase ein. Nachdem zunächst jeder Teilnehmer seine Lieblingstechnik gegen die Angriffe des Tages ausführen durfte, ging es partnerweise in meditatives Ausdehnen über.

Am Ende der Endspannungsphase stand abschließend der allgemeine Konsens mit Giuseppe D´Amico einen hervorragenden Trainer eingeladen zu haben. Schüler wie Trainer trennten sich nach 4 viel zu schnell verflogenen Stunden in gegenseitigem Respekt mit der Perspektive auf eine Neuauflage des rundum gelungenen Workshops.

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Techniklehrgang mit Klaus Schmidt

Modernisierte Verteidigungskonzepte in der Messerabwehr beim 1. Landestechniklehrgang 2013

Am 02.02.2013 eröffnete die Landesgruppe Rheinlandpfalz die diesjährige Lehrgangssaison. Der als Landestechniklehrgang ausgeschriebene Workshop hatte „Verteidigungsverhalten gegen Messerangriffe“ zum Thema und wurde vom Landeslehr- und –prüfungsreferenten Klaus Schmidt referiert. Entgegen klassischen Verteidigungskonzepten des Jiu-jitsu lenkte der Referent das Augenmerk auf medial berichtetes, zeitgemäßes Angriffsverhalten. Darauf basierend wurden letztlich entsprechend angepasste Verteidigungsformen unterrichtet.

Im ersten Block des 4 Stunden Lehrgangs unterrichtete Klaus Schmidt einen Trainingsdrill aus dem Modern Arnis, bei dem es zunächst ausschließlich um eine sicherheitsoptimierte Annahme von Messerangriffen ging. Innerhalb des Drills wurden die gängigen Angriffe auf der Vorhand- und Rückhandseite, von oben sowie geradlinig von vorne und von unten behandelt. Aufgrund der hohen Wiederholungsrate im Trainingsdrill wurde so neben der angriffsbezogenen Blocktechnik jeweils die bestmögliche Sicherung von mutmaßlich folgenden Angriffswinkeln trainiert.

Innerhalb des zweiten Blocks unterrichtete der Trainer aufbauend auf dem Trainingsdrill der ersten Trainingseinheit unterschiedliche Entwaffnungsformen. Entgegen den „klassischen“ Abwehrtechniken des Jiu-jitsu, denen in der Regel ein isolierter Angriff zugrunde liegt, ging Klaus bei seinem Verteidigungsverhalten von mehrfach geführten Angriffen aus. Entsprechend legte er den größten Wert auf eine möglichst frühzeitige Entwaffnung des Angreifers um dadurch ein ausgeglichenes Verhältnis zum Angreifer herzustellen. Die Wahl möglicher Abschlusstechniken überlies der Referent nach erfolgreich ausgeführter Entwaffnung weitestgehend den Teilnehmern. Hierbei war es dem erfahrenen Trainer primär wichtig die Eigensicherung sowie die Verhältnismäßigkeit der neu geschaffenen Situation zu waren.

Am Ende des sehr gut besuchten Lehrgangs gab es Seitens der Teilnehmer viel Lob für den Referenten und sein vorgestelltes, modernisiertes „Verteidigungsverhalten gegen Messerangriffe“. Bestärkt durch das durchweg positive Feedback, sollen weitere Lehrgänge dieser „modernisierten“ Art folgen.

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