Kampfsport Workshop des 1. Judo-Club trotz Trainer Ausfall voller Erfolg

Mit Krankmeldung eines Gasttrainers begann der Lehrgangstag für den Veranstalter zunächst mit einem Schock. Zumal das selbst gesetzte Ziel des regelmäßig laufenden Kampfsport Workshops ist, Plattform zum kooperativen Austausch unterschiedlicher Stilrichtungen zu sein. Neben Lapunti Arnis, Grappling und Jiu-jitsu sollte die 27. Auflage des Events den Teilnehmern die Gelegenheit bieten, Wing Tsun als erste Trainingseinheit des Tages kennen zu lernen oder die bislang erlangten Kenntnisse in dieser Sparte zu vertiefen.

„Die Veranstaltung hat sich in vielen befreundeten Dojo’s erfreulicher Weise als fest eingeplanter Termin etabliert“, berichtet Klaus Schmidt, der die Lehrgangsreihe 2005 ins Leben gerufen hat. „Unter den Teilnehmern befanden sich auch dieses Mal glücklicherweise einige erfahrene Trainer, deren Leistungen ich sehr schätze.  So hatte ich die Qual der Wahl, welchem der vertrauten Trainerkollegen ich die frei gewordene Trainingszeit anbieten sollte“, so der Organisator weiter.

Die Wahl fiel letztlich auf einen jungen Nachwuchstrainer aus dem Bereich Jiu-jitsu, der sich bereits im Fokus von Klaus Schmidt befand, der neben seinem Trainerjob beim 1. Judo-Club als Lehr- und Prüfungsreferent im Jiu-jitsu Landesverband engagiert ist. Der aus Mainz angereiste Erik Stadl zeigte sich erfreut über das in ihn gesetzte Vertrauen und benötigte nur kurze Überlegungszeit um sich bereit zu erklären die frei gewordene Trainingseinheit zu übernehmen. Nachdem sich dann noch der in Frankfurt unterrichtende Trainer Michael Lim bereit erklärte seine Trainingseinheit zeitlich nach vorne zu verlegen um dem Neuzugänger im Referenten Team etwas Vorbereitungszeit zu generieren, konnte der Lehrgang mit nur minimal Verzögerung beginnen.

Da viele der Lehrgangsteilnehmer bereits bei früheren Veranstaltungen mit von der Partie waren und sich so bereits ein Bild von der guten Qualität des Trainingsangebotes machen konnten, ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Programmänderung von den angereisten  Sportlern entspannt aufgenommen wurde.

Anstelle einer waffenlosen Selbstverteidigung im Nahbereich wurde der Lehrgang schließlich mit Lapunti Arnis begonnen dessen Fokus im Bereich Stock gegen Stock liegt. Der von den Philippinen stammende Trainer Michel Lim zog die Teilnehmer aus neun differierenden Kampfsportstilen schnell in seinen Bann und begeisterte mit seiner Leidenschaft für seine philippinische Kampfkunst. Erik Stadl nutzte im Anschluss die geschenkte Gelegenheit um seine Fertigkeiten im Jiu-jitsu zu präsentieren und seine Lieblingstechniken und Technikkombinationen gegen verschiedene waffenlose Angriffe zu vermitteln. Dabei kamen Verteidigungen gegen geschlagene oder getretene Angriffe gleichermaßen zum Einsatz wie Techniken gegen Angriffe mit Griffkontakt. Die körperlich anstrengendste Trainingseinheit folgt nach nur kurzer Mittagspause in Form von Grappling. Diese Wettkampfsportart beschäftigt sich überwiegend mit dem Bodenkampf und erinnert mit verändertem Regelwerk an Ringen oder den Bodenkampf im Judo. Nach dem Training von diversen Fußhebeln und Würgetechniken konnten sich die Lehrgangsteilnehmer beim so genannten Rollen mit ihren Trainingspartnern messen, was insbesondere dem Gastgeber große Freude zu bereiten schien. „Seit kurzem lerne ich bei Luca Demeco in Frankenthal Bjj und Grappling“, unterstrich der Organisator die Einladung des Trainers der Grappling Einheit.

Der veränderten Tagesordnung geschuldet zeigte sich zu letzt auch der Ausrichter flexibel und wechselte sein geplantes Jiu-jitsu Thema zu einer Art cross over über die zuvor gezeigten Stile. Klaus Schmidt, der neben seiner neuen Leidenschaft für den Bodenkampf Modern Arnis und Jiu-jitsu trainiert und unterrichtet, demonstrierte Entwaffnungstechniken gegen Angriffe mit einem Stock. Hierbei kamen gleichermaßen Entwaffnungstechniken zum Einsatz, bei denen der Stock vom Angreifer zum Verteidiger wechselt, wie Techniken bei den der Stock zu Boden fiel. Unabhängig von der Art der Entwaffnung endeten die Verteidigungsmaßnahme durch Einsatz von Hebel- und Wurftechniken für den Angreifer nicht selten am Boden liegend. Für die Selbstverteidigung irrelevant, dafür aber mit viel Begeisterung für Schnittstellen zwischen den unterschiedlichen Stilen, lies es sich der Gastgeber nicht nehmen, den Angreifer das eine oder andere mal in so genannten Submission Positionen aus dem Grappling zu „verpacken“.

Zum Ende des 27. Kampfsport Workshops war sich das Teilnehmerfeld, das von Anfängern mit weißen Gürtel bis zu hochgradigen Dan-Graduierungen alle denkbaren Leistungsstufen im Kampfsport abdeckte einig, dass der Lehrgang trotz widriger Ausgangsverhältnisse eine sehr gelungene Veranstaltung war. Die Trainer, insbesondere der spontane Einsatz von Erik Stadl, wurden vielfach gelobt. Die Ankündigung, dass es auch im kommenden Jahr 2020 zwei weitere Kampfsport Workshops dieser Art geben wird, wurde allseits freudig aufgenommen.  

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3. Kooperations-Bundeslehrgang Jiu-Jitsu an der Mainzer Universität

‚Gemeinsam mehr erreichen‘ – unter dieser Maßgabe veranstalteten die beiden größten deutschen Jiu-Jitsu-Kampfsportverbände, die Deutsche Jiu-Jitsu- Union (DJJU) und der Deutsche Jiu-Jitsu-Bund (DJJB), am Wochenende 14.-15.9.2019 bereits zum dritten Mal ihren kooperativen Bundeslehrgang in Mainz.

Der durch die Jiu-Jitsu-Abteilung des Allgemeinen Hochschulsports der Universität Mainz ausgerichtete Lehrgang fand erneut einen großen Anklang: Über 150 Kampfsportler aus dem gesamten Bundesgebiet reisten an, und vier Großmeister – Hugo Bleys (Belgien, 9. DAN Kiyoi-Jiu-Jitsu) Dipl.-Sportl. Andi Güttner (6. DAN Ju-Jutsu-Do), DJJB-Präsident Josef Djakovic (9. DAN Jiu-Jitsu) und DJJU-Vizepräsident Erik Kreiskott (6. DAN Jiu-Jitsu) – vermittelten an zwei Seminartagen in allen Bereichen der Kampfkunst ihr Können. Die gezeigten Techniken umfassten alle Bereiche des Jiu-Jitsu, welches gemeinhin als die traditions- und umfangreichste der japanischen Kampfsportarten gilt: Von Schlag- und Tritttechniken über Würfe und Gelenkhebel bis hin zu technisch anspruchsvollen Abwehrkombinationen auch gegen Waffenangriffe blieb kein Themenbereich unberücksichtigt.

Nach 6 intensiven Trainingseinheiten traten am Sonntag Nachmittag alle Beteiligten zwar erschöpft, aber durchweg begeistert den Heimweg an: ‚Die Referenten waren wieder einmal einfach Klasse‘, so die einhellige Meinung der Teilnehmer, und auch die so Gelobten zeigten sich durchweg hocherfreut über die hohe Trainingsdisziplin in den Gruppen. ‚Beim nächsten Mal sind wir wieder dabei‘, so das einhellige Credo. Und dieses nächste Mal ist bereits für September 2020 in Planung und wird wieder an der Uni Mainz stattfinden, erneut bundesweit verbandsoffen für alle interessierten Kampfsportler.


Landestechniklehrgang am 26.01.2019 in Jugenheim

Der TV Jugenheim lud zum 1. Landestechniklehrgang der DJJU des Jahres 2019 ein. An dem Lehrgang nahmen 50 Jiu`kas ab 12 Jahren aus Mühlheim, Mainz, Neustadt Weinstraße, Osthofen, Marburg, Bürstadt, Lorsch und Jugenheim teil. Unter der Leitung des Landesprüfungsreferenten Klaus Schmidt wurden zum ersten Mal Weiterführungs- und Gegentechniken gelehrt. Die Teilnehmer waren von der Technickvariation begeistert und daher 4 Stunden lang mit viel Spaß und Engagement dabei.

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Verbands Fachausbildung DOSB Übungsleiterlizenz Breitensport C – Jiu Jitsu

15 hoch motivierte Kampfsportler aus Rheinland Pfalz haben an den beiden aufeinanderfolgenden Wochenenden 19.-21. und 26.-28.10.2018 die erste Hürde zur DOSB Übungsleiterlizenz Breitensport C Jiu Jitsu genommen und den fachspezifischen Teil der Ausbildung absolviert. Die vier Ausbildungs-Referenten Doreen Dane, Wolfgang Dane, Wilfried Macher und Klaus Schmidt hatten ein umfangreiches und anspruchsvolles Lehrprogramm zusammengestellt, welches sich in Praxis- und Theorieeinheiten abwechselte.

Alle Teilnehmer haben die gestellten Aufgaben gemeistert und können nun die Überfachliche Ausbildungseinheit beim DOSB absolvieren. Wir freuen uns die neuen DOSB Übungsleiter in unseren Vereinen begrüßen zu können.

Weitere Bilder mit Impressionen der Ausbildung finden sich in der Galerie


Erster gemeinsamer Kooperations-Bundeslehrgang Jiu-Jitsu an der Mainzer Universität

Unter dem Motto ‚Gemeinsam mehr erreichen‘ veranstalteten die beiden größten deutschen Jiu-Jitsu-Kampfsportverbände, die Deutsche Jiu-Jitsu- Union (DJJU) und der Deutsche Jiu-Jitsu-Bund (DJJB), ihren ersten kooperativen Bundeslehrgang in Mainz.

Der durch die Jiu-Jitsu-Abteilung des Allgemeinen Hochschulsports der Universität Mainz ausgerichtete Lehrgang fand aus dem Stand weg eine außerordentliche Resonanz: Rund 150 Kampfsportler aus dem gesamten Bundesgebiet reisten an, und fünf Großmeister des Jiu-Jitsu – Andi Güttner (Dipl.-Sportlehrer u. 6. DAN Ju-Jutsu), Dieter Lösgen (10. DAN DJJB), Josef Djakovic (8. DAN DJJB), Gerhard Schmitt (7. DAN DJJU) und Erik Kreiskott (6. DAN DJJU) – vermittelten an den drei Seminartagen in allen Bereichen der Kampfkunst ihr Können.

Die gezeigten Techniken umfassten alle Bereiche des Jiu-Jitsu, welches gemeinhin als die traditions- und umfangreichste der japanischen Kampfsportarten gilt: Von Schlag- und Tritttechniken über Würfe und Gelenkhebel bis hin zu technisch anspruchsvollen Abwehrkombinationen auch gegen Waffenangriffe blieb kein Themenbereich unberücksichtigt.

Nach 8 intensiven Trainingseinheiten traten am Sonntag Nachmittag alle Beteiligten zwar erschöpft, aber durchweg begeistert den Heimweg an: ‚Die Referenten waren einfach Klasse‘, fasste Julia K. die einhellige Meinung der Teilnehmer zusammen, und auch die so Gelobten zeigten sich durchweg hocherfreut über die hohe Trainingsdisziplin in den Gruppen. ‚Beim nächsten Mal sind wir wieder dabei‘, so das einhellige Credo. Und dieser Termin steht schon fest: Der zweite Kooperations-Bundeslehrgang wird vom 14.-16.9.2018 wieder an der Uni stattfinden, erneut bundesweit verbandsoffen für alle interessierten Kampfsportler.


Landestechniklehrgang am 28.05.2017 in Jugenheim

Die Jiu Jitsu Abteilung des TV Jugenheim war in diesem Jahr erstmals Ausrichter eines Landestechniklehrgangs der Deutschen Jiu Jitsu Union. Als Referent konnte dankenswerter Weise Achim Hanke u.a. 8. DAN JJ, 7. Dan Jiu Jitsu, 5. Dan Judo), Bundestrainer aus Baden Württembergund weit über Deutschlands Grenzen bekannt, gewonnen werden.

Im Rahmen eines Kindertechniklehrgangs am Samstagvormittag erprobten sich insgesamt 50 Kinder des TV Jugenheim und weiterer Kampfsportvereine aus Hessen und Rheinland-Pfalz in Spezialtechniken im Stand und im Boden. Sowohl für den Referenten als auch für die Kinder waren dies zwei unvergessliche Stunden unter strenger Beobachtung der anwesenden Eltern.

Im Anschluss an den Kinderlehrgang fand der offizielle Landestechniklehrgang für die 30 erwachsenen Kampfsportler statt. In den 4 Lehrgangsstunden wurden auch hier Spezialtechniken vermittelt, trainiert und verfeinert. Hauptthema hierbei war diesmal der Sankaku (Dreieckswürger) im Stand und im Boden. Trotz hochsommerlicher Temperaturen waren alle Teilnehmer mit vollem Eifer dabei. Eine Wiederholung im nächsten Jahr ist geplant.


Landes- und Bundesprüfung Jiu-Jitsu beim Tvgg Lorsch

Am 25.03.2017 fand in Lorsch eine kombinierte Landes- und Bundesprüfung des Jiu-Jitsu-Verbandes Rheinland Pfalz sowie der Deutschen Jiu-Jitsu-Union statt.
Ab 10 Uhr zeigten die Landesprüflinge aus Neustadt Weinstraße, Mainz und Lorsch durchweg anspruchsvolle, gute Leistungen und meisterten ihre Prüfung mit Bravour. Geprüft wurde parallel auf zwei Matten. Auf der ersten Matte prüften Uschi Lindner (2.Dan) und Karl-Heinz Rauck (6.Dan), auf der zweiten Matte hatten Wolfgang Dane (3.Dan) und Stephan Kühn (1.Dan) ein wachsames Auge. Alle Sportler haben ihre Prüfungen bestanden und dürfen jetzt ihre nächste Graduierung in Form von grünen, blauen oder braunen Gürteln mit Stolz tragen.

Wir gratulieren:
Thomas Altrichter (Tvgg Lorsch) zum 1. Kyu
Tobias Tremper (Tvgg Lorsch) zum 1. Kyu
Erik Stadl (Uni Mainz) zum 1. Kyu
Johannes Geisinger (Uni Mainz) zum 1. Kyu
Alexander Klasen (Uni Mainz) zum 1. Kyu
Michael Kolb (Neustadt) zum 1. Kyu
Nikolai Klasen (Uni Mainz) zum 2. Kyu
Dennis Dauscher (Tvgg Lorsch) zum 3. Kyu

Um 14 Uhr begann die Bundesprüfung unter den fachkundigen Blicken der Prüfer Karl-Heinz Rauck (6.Dan), Gerhard Schmitt (7.Dan) und Klaus-Peter Fritz (4. Dan). Begonnen wurde mit der Goshin Jitsu No Kata für den 1. Dan, gefolgt von der Kime No Kata für den 2. Dan und der Isutsu No Kata für den 4. Dan. Neben den gezeigten Katas war selbstverständlich ein umfangreiches Technikprogramm u. a. mit Würfen, Hebeln, Verteidigungen gegen Stock-, Messer- und Pistolen-Angriffen darzubieten. Für den 4. Dan waren darüber hinaus zusätzliche Techniken außerhalb des üblichen Prüfungsprogramm Pflicht, wodurch der Prüfling ein erweitertes Wissen demonstrieren soll. Alle Prüflinge gaben ihr Bestes, wobei dem einen oder anderen auch etwas Nervosität anzusehen war. Mit Stolz kann der Landesverband Rheinland-Pfalz auf drei frisch gebackene Dan-Träger blicken.

Wir gratulieren:
Benjamin Bremm (Uni Mainz) zum 1.Dan
Viktor Kindsvater (PSV Worms) zum 2.Dan
Klaus Schmidt (Tvgg Lorsch) zum 4.Dan

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Neue Horizonte beim 1. Landestechniklehrgang der DJJU-RP

„Angriffs- und Verteidigungsverhalten mit einem Beweglichen Gegenstand (z.B. Kette, Schal, etc.)“ war der erste Landestechniklehrgang der DJJU-RP in diesem Jahr überschrieben. Die beiden Referenten Wolfgang Dane (Landesvorsitzender) und Klaus Schmidt (Landeslehr- und Prüfungsreferent) eröffneten damit für viele der zahlreich erschienene Lehrgangsteilnehmer bewusst neue Horizonte.

„Um sich ein Verteidigungsverhalten gegen Kettenangriffe erarbeiten zu können, ist es notwendig eine Kette zunächst einmal als Schlagwaffe zu verstehen“, eröffnete Wolfgang Dane den in Summe vierstündigen Workshop. Damit die Teilnehmer ein Gefühl für die Kette entwickeln konnten lies der ausgebildete Diplom-Spotlehrer und DOSB Trainer zunächst Bewegungsmuster ohne Partner ausführen, bei denen er insbesondere auf die Kontrolle der freischwingenden Kette Wert legte. Mit zunehmender Fertigkeit wurde die Komplexität der geschlagenen Bewegungsmuster gesteigert, bis sie letztlich in Partnerübungen gegen Pratzen ausgeführt wurden.

„So wie die Kette schlagenderweise als Angriffswaffe eingesetzt werden kann, kann sie letztlich auch schlagenderweise zur Verteidigung eingesetzt werden“, leitete Klaus Schmidt nach ca. 1,5 Std. in den zweiten Teil des Workshops über, bei dem der bewegliche Gegenstand als Mittel zur Verteidigung verstanden werden sollte. Um ein klare Abgrenzung zur ersten Trainingseinheit zu schaffen konzentrierte sich der in verschiedenen Kampfsportarten versierte Trainer jedoch darauf den beweglichen Gegenstand zum Einwickeln und Fesseln des gegnerischen Angriffs einzusetzen. Um diese Methode der Verteidigung eine gewisse Realitätsnähe zu verschaffen, griff er dabei anstelle einer Kette auf einen Schal zurück, der stellvertreten für alle beweglichen Alltagsgegenstände stand. Der erfahrene Referent steigerte im Laufe seines Programms zunehmend die Komplexität der Wicklungen und Verknotungen mit denen er seinen Angreifer außer Gefecht setzte. Seine in gleichem Maße zunehmende Begeisterung sprang dabei ungebremst auf die Teilnehmer über.

Mit vielen neuen Ideen im Gepäck und Verabredungen zu den folgenden Veranstaltungen löste sich die Veranstaltung nach vierstündigem Training in allgemeiner Zufriedenheit auf, wobei einige der Teilnehmer einer Tradition folgend, ein gemeinsames Abendessen zur „Nachbesprechung“ anhängten.


Landesprüfung und Prüferlizenzlehrgang beim Tvgg Lorsch

Mit gleich zwei parallel laufenden Veranstaltungen startete die Landesgruppe im Januar dynamisch ins Jahr 2015. Neben einer Landesprüfung für Kyu- und Dan-Grade lud der Lehr- und Prüfungsbeauftragte zum Prüferlizenzlehrgang zum ausrichtenden Verein Tvgg Lorsch ein. Idee der Doppelveranstaltung war es die formelle Prüfung als konkretes Anschauungsobjekt für den zur Verlängerung der Prüferlizenzen gedachten Lehrgang zu nutzen.

Mit Prüfungsanmeldungen zum 3.Dan, Braungurt und Blaugurt bot die Landesprüfung ein anschauliches Graduierungsspektrum das es im Nachgang beim Prüferlizenzlehrgang zu analysieren und bewerten galt. Während die Prüflinge aus den beiden Mitgliedsvereinen Tvgg Lorsch und Uni Mainz stammten, waren die Teilnehmer des Prüferlizenzlehrgangs bunt über die Mitgliedsvereine des Landesverbands gestreut. Die Leitung beider Veranstaltungen oblag dabei federführend der Prüfungskommission. Den Prüfungsvorsitz hatte Wolfgang Dane (3.DAN Jiu-Jitsu, 2.TOAN Shaolin-Kempo) Vorsitzender des Landesverband Rheinlandpfalz. Als Zweit- und Drittprüfer fungierten Klaus-Peter Fritz, (4. Dan Jiu-jitsu, 1. Dan Judo) und Gastprüfer Karl-Heinz Rauck (6. Dan Jiu-Jitsu, 6. Dan Karate, 1. Dan Judo) aus dem benachbarten Landesverband Hessen.

Sportlich herausragende Leistungen zeigte nach Meinung der Prüfer Michael Ankert, der sich mit annähernd durchgängiger Bestnote seinen 3.Dan mehr als verdient hat.
Benjamin Bremm konnten sich mit solider bis guter Leistung seinen Braungurt erarbeiten. Erik Stadel hat sich mit durchgängig guter Prüfungsleistung seinen Blaugurt verdient.

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16. Kampfsport Workshop des 1. JC Bürstadt

Neuer Teilnehmer Rekord beim 16. Kampfsport Workshop des 1. JC Bürstadt

Mit neuen Eindrücken aus der italienischen Kampfkunst „Triminigno System Paranza Corta“ eröffnete Referent Raffaele Bisceglia am Samstag dem 05.04. den 16. Kampfsport Workshop beim 1. Judo Club Bürstadt. Die Ursprünge der Kampfkunst gehen nach Angaben des Dozenten auf einen Ritterorden des 14. Jahrhundert zurück. Entsprechend ihrer Wurzeln wird bei der vorgestellten Kampfkunst der   „Ritter der Demut“ mit sogenannten italienischen Fechtmessern gearbeitet, wobei die ca. 40 cm langen, sehr schlanken Fechtmesser im sportlichen Bereich durch Trommelstock ähnliche Trainingsmesser ersetzt werden. Entsprechend versportlicht zeigte der Dozent dann auch zunächst Angriffs- und Verteidigungstechniken die beim duellieren im heutigen Wettkampfsport angewandt werden können. Zur Mitte der Unterrichtseinheit wechselte Raffaele Bisceglia vom Wettkampfsport zur System basierenden Selbstverteidigung, was den 40 Teilnehmern aufgrund ihrer jeweiligen Kampfsportausrichtung sichtbar näher lag.

In der zweiten Trainingseinheit stellte Jörg Astor dem wie immer Kampfsportarten übergreifenden Teilnehmerfeld die von den Philippinen stammende Kampfkunst Pekiti Tirsa Kali vor. „Gegenüber anderen gängigen Stilrichtungen hat sich diese Kampfsportart auf den Umgang mit Klingenwaffen spezialisiert“, erklärte der Referent als ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen philippinischen Kampfkünsten. „Aus den Bewegungsformen im Umgang mit dem Messer werden letztlich auch die Verteidigungsmuster für die waffenlose Selbstverteidigung abgeleitet“, so der Referent weiter. Entsprechend methodisch unterrichtete Jörg Astor zunächst auch grundlegende Schnitt- und Stichbewegungen mit dem Messer, die er nach kurzem Training in einen Trainingsdrill mit stetig wiederkehrendem Muster überführte. Nach ausgiebigem Training des Drills wurde dieser dann in die waffenlose Verteidigungsform gegen mit Messer bewaffnete Angriffe überführt, womit neben der körperlichen Übungsform auch die Methodik des Pekiti Tirsa Kali schlüssig zu Ende gebracht wurde.

Ebenfalls den philippinischen Kampfkünsten hat sich die Gruppierung Filipino Fighting Arts verschrieben, der der dritte Referent des Tages, Markus Klemm angehört. Dieser stellte im Rahmen seiner Trainingseinheit die historische begründete Trainingsform „Espada y Daga“ vor. „Diese mit Kurzschwert und Dolch ausgeübte Kampfform wurde Ende des 16 Jahrhunderts durch die spanischen Invasoren auf die Philippinen gebracht zu deren Standard Ausrüstung diese beiden Waffen gehörten“, gab der Referent als kurz gefassten historischen Hintergrund zum Besten.

Für den Großteil der Teilnehmer ungewohnt, galt es im Rahmen des Trainings zunächst die beiden Waffen in koordiniertem Einklang unter Berücksichtigung ihrer Eigenschaften zu bewegen. Die hierfür mitgebrachte Übungsform wurde mit zunehmender Trainingsdauer durch den Referenten immer weiter ausgebaut, so dass am Ende der Übungsform eine einigermaßen koordinierte Handhabung der mitgebrachten Trainingswaffen möglich war. Zum Abschluss der Trainingseinheit stellte Markus Klemm Anwendungsformen vor bei denen die Basisschule zur Verteidigung gegen Schwert- und Dolchangriffe eingesetzt wurden.

Zur abschließenden vierten Trainingseinheit des Tages durfte sich der Organisator Klaus Schmidt über den neuen Teilnehmerrekord freuen. Entsprechend motiviert begrüßte er zu seiner Trainingseinheit „Modern Arnis“ bereits bekannte Sportkameraden so wie neu hinzugekommenen Sportler aus neu erschlossenen Vereinen und Kampfschulen.

„In Abgrenzung zu den anderen Trainingseinheiten möchte ich heute einen Trainingsdrill unterrichten, der sich vollkommen auf die waffenlose Verteidigung von Messerangriffen konzentriert“, führte der beim 1. Judo Club Bürstadt als Vereinstrainer aktive Referent in sein Thema ein. Basierend auf einem standardisierten Blockverhalten mussten die Verteidiger sich dementsprechend mit zunehmender Dauer des Trainings immer komplexer werdenden Angriffsmuster entgegen stellen.

Die Resonanz auf den 16 Kampfsport Workshop war durch die Bank positiv, wodurch sich das Lehrgangskonzept zur Freude des Organisators wieder einmal bestätigte. Die 17 Veranstaltung dieser Reihe ist entsprechend bereits in Planung.